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Regen, Rock und Ruhrpottcharme
Foto: Volker Beushausen

Regen, Rock und Ruhrpottcharme

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Katharina Bischoff

Am 31. Juli und 1. August feiert das Festival Rock am Raum seinen zehnten Geburtstag. Wir haben mit den Machern Dave (42) und Denis (41) über Anfänge, Entwicklung und besondere Momente gesprochen.

Wie entstand damals die Idee zu Rock am Raum?

Denis: In Castrop-Rauxel ist unsere Basis, hier liegt unser Proberaum. Damals waren wir noch die Band Blackout Area und dachten irgendwann: Was passiert eigentlich, wenn wir hier draußen mal eine Bühne hinstellen? Mit den Rütgers-Türmen im Hintergrund hatte das direkt eine besondere Atmosphäre.

Dave: Aus Blackout Area wurde später Kingz auf der Stage. Unsere Musik ist Crossover – Hip-Hop gemischt mit Rock und Metal. Wir machen eigene Songs auf Deutsch. Dabei haben wir uns an Vorbildern wie Limp Bizkit oder Such a Surge orientiert.

Wie hat sich das Festival in zehn Jahren verändert?

Dave: Der Sound wurde professioneller. Anfangs haben wir einfach unsere eigenen Boxen hingestellt und selbst gemischt. Heute gibt es eine große Bühne und bessere Technik.

Denis: Improvisiert ist es manchmal trotzdem noch. Bei der ersten Veranstaltung hat es direkt geregnet – das gehört irgendwie dazu.

Was unterscheidet „Rock am Raum“ von klassischen Stadtfesten?

Dave: Bei uns spielen kaum Coverbands. Wir legen Wert auf eigene Songs und darauf, dass die Bands musikalisch zu unserem Konzept passen. Sämtliche Bands können sich über Social Media bewerben. Wir hören dann bei Spotify oder YouTube rein und entscheiden gemeinsam, ob sie zu uns passen.

Was bedeutet DIY (Do-it-yourself) für euch?

Dave: Dass kein Unternehmer dahintersteht. Es ist Musik von Bands für Bands. Uns geht es darum, Musikerinnen und Musikern eine Bühne zu geben und einen Ort zu schaffen, an dem sich Leute vernetzen und inspirieren. Wir wollen daran nichts verdienen; der Spaß steht klar im Fokus.

Warum macht ihr euch jedes Jahr diesen Aufwand?

Denis: Weil es Spaß macht. Bands aussuchen, Flyer gestalten, Werbung machen – das gehört alles dazu. Es ist schön zu sehen, wie aus einer kleinen Idee ein richtiges Festival geworden ist.

Gab es Momente, in denen ihr ans Aufhören gedacht habt?

Dave: Ein Jahr hatten wir beim Aufbau starken Platzregen, und am Ende standen vielleicht 30 Leute vor der Bühne. Da fragt man sich kurz, ob sich das lohnt. Aber wir haben weitergemacht.

Was war euer emotionalster Festivalmoment?

Dave: Wieder bei Regen. Kurz vor unserem Auftritt fing es heftig an zu schütten. Zuschauer haben geholfen, die Instrumente zu schützen. Am Ende wurde es einer unserer besten Auftritte überhaupt.

Welche Bedeutung hat das Festival heute für die Castroper Musikszene?

Denis: Es ist ein Ort der Begegnung geworden. Viele Bands kennen sich inzwischen untereinander und kommen jedes Jahr wieder.

Was erwartet Besucher beim Jubiläum 2026?

Denis: Zum ersten Mal geht das Festival über zwei Tage – am 31. Juli und 1. August an der Von-Hoffmann-Straße 27. Wir freuen uns riesig auf unseren Auftritt und auf jeden Einzelnen, der Bock hat, mit uns zu feiern. Acht Bands geben Vollgas.

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