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Stadt stellt weitere Gebäude unter Denkmalschutz
Foto: Stadt Castrop

Stadt stellt weitere Gebäude unter Denkmalschutz

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: RDN Verlag

Die Stadt Castrop-Rauxel setzt zwei weitere Gebäude auf ihre Denkmalliste.

Um mit bedeutende Zeugnisse für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse zu erhalten, sollen in Castrop-Rauxel über 150 Einzelgebäude und zwei Bodendenkmäler geschützt werden. Im April wurde diese Denkmalliste der Stadt um zwei Gebäude ergänzt: Um ein herausragendes Fachwerkhaus an der Bodelschwingher Straße auf Schwerin und um einen kleinen Einmannbunker an der Wartburgstraße.

Schützenswertes aus dem 19. Jahrhundert

„Beim ersten Gebäude handelt sich um ein wunderschönes Fachwerkhaus direkt gegenüber vom Hammerkopfturm“, erklärt Florian Schrader vom Bereich Stadtplanung und Bauordnung, zuständig für den lokalen Denkmalschutz. „In dem Gebäude war jahrzehntelang ein kleiner Kiosk. Es ist immer noch in Besitz der Familie, die das Haus vor fast 200 Jahren gebaut hat.“

An der Erhaltung und dauerhaften Nutzung dieses Wohn- und Wirtschaftsgebäudes des ehemaligen Kottens Trösken von 1823 und des Teilbereichs der 1860er Jahre besteht ein öffentliches Interesse, weil es einen erheblichen Aussagewert für das Leben der Zeit in der ersten Hälfte und in der Mitte des 19. Jahrhunderts hat. Das Dielentor des Fachwerkhauses zeigt am Torbalken die Inschrift mit dem Namen des Erbauers „Diderich Trösken“ und dem seiner Ehefrau „Elisabet Heckt“.

Schutzbunker: Geschichte im Industrierevier

Das zweite neue Objekt auf der Liste, eine so genannte Einmannsplitterschutzzelle steht in einem privaten Garten, und kann daher nicht vom öffentlichen Raum eingesehen werden. Der kleine Bunker wurde vermutlich von der nahegelegenen Zeche Victor für einen vereinzelt gelegenen Arbeitsplatz, vielleicht als Brandwachenstand oder für Personal an den Schienenanlagen, errichtet.

Am Erhalt besteht hier ebenfalls ein öffentliches Interesse, weil die Zelle als mittlerweile seltenes bauliches Zeugnis die Auswirkungen des Bombenkrieges des Zweiten Weltkrieges anschaulich dokumentiert, der zu umfassenden Veränderungen der Bebauung und Struktur der westdeutschen Städte geführt hat.

Denkmäler in Castrop-Rauxel

Denkmäler werden grundsätzlich nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW) in verschiedene Kategorien unterteilt: In Castrop-Rauxel gibt es vor allem Baudenkmäler, wie zum Beispiel den Hammerkopfturm Schacht 3 der ehemaligen Zeche Erin, das Fördergerüst Schacht 7 der ehemaligen Zeche Erin, Schloss Bladenhorst, den Rathauskomplex am Europaplatz oder die ehemalige Rennwiese an der Dortmunder Straße. Der Germanische Handels- und Kultplatz „Zeche Erin“ in Behringhausen und die Überreste der Burg Henrichenburg an der Freiheitsstraße sind bislang die einzigen beiden als archäologische Fundstellen in die Denkmalliste eingetragenen Bodendenkmäler. 

Mit dem Schutz der verzeichneten Denkmäler sind, in Zusammenarbeit mit den Eigentümerinnen und Eigentümern, die Untere Denkmalbehörde der Stadt Castrop-Rauxel und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe betraut. Das gemeinsame Ziel: Um (lokale) Geschichte auch weiterhin erlebbar zu machen und zu erforschen, werden diese Orte und Gebäude möglichst im Originalzustand erhalten.

Weitere Informationen gibt es unter www.castroprauxel.de/denkmalschutz.

Info
Stadt Castrop-Rauxel

Europaplatz 1
44575 Castrop-Rauxel

stadtverwaltung@castrop-rauxel.de
02305 1060
https://www.castrop-rauxel.de

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